Anastasia Geng – von Schwabe, 1922 - 2002
Anastasia Geng stammte aus Lettland. 1945 wurde sie an ihrer Flucht in den Westen von den Sowjets gehindert und in ein Arbeitslager nach Sibirien verschleppt.
Erst 1947 kam sie völlig erschöpft frei und zog dann zu ihrer inzwischen in Deutschland lebenden Familie. Nach einem mehrsemestrigen Studium am „Seminar für den kirchlichen Dienst“ unterrichtete Anastasia Geng Religion an Gymnasien. 1973 verließ sie den Schuldienst und leitete bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1987 die Telefonseelsorge Darmstadt.
Anastasia war mit dem Chemiker Dr. Johannes Geng verheiratet und hatte 2 Kinder. Zeitlebens fühlte sie sich mit ihrer lettischen Heimat und den dort lebenden Menschen stark verbunden.
Ende der 70er Jahre lernte sie den Meditativen Tanz nach Bernhard Wosien kennen. Sie gründete mehrere Tanzgruppen und choreographierte auch viele eigene Tänze vor allem zu Themen aus der Natur, wobei sie aus der reichen Folkloretradition Lettlands und anderer osteuropäischer Länder schöpfte. Als sie Mitte der 80er Jahre mit den Bach-Blüten vertraut wurde, entdeckte sie Beziehungen ihrer Tänze zu den Blütenessenzen des Dr. Bach und fand schließlich für jede Bach-Blüte einen Tanz. Im Mechthild Scheffer Verlag Hamburg erschien Anfang 1996 ihr Buch „Anastasia Geng: Bach-Blüten-Tänze“. Bis zu ihrem Schlaganfall 1997 unterrichtete Anastasia Geng ihre Tänze an vielen Orten in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Anastasia Geng starb am 8. Dezember 2002 in Darmstadt.